Contakt

01
Jan

Diabetes Melitus – eine Volkskrankheit mit Geschichte

Bei Diabetes melitus handelt es sich um eine sehr alte Volkskrankheit. Es ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Etwa fünf Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit davon betroffen.
Das Charakteristikum für Diabetes melitus (auf Deutsch: Zuckerkrankheit) ist ein erhöhter Blutzuckerwert. Das bedeutet, dass der in der Nahrung enthaltene Zucker nicht in die körpereigenen Zellen gelangen und somit in entsprechende Energie umgewandelt werden kann. Die Ursache trägt einen Namen – das Hormon Insulin.

Die Bauchspeicheldrüse produziert entweder zu wenig Insulin oder die körpereigenen Zellen sind gegen das Hormon Insulin resistent. Es werden im Wesentlichen zwei Arten voneinander unterschieden: Typ 1 und Typ 2. Beim Typ 1 des Diabetes melitus erfährt das Immunsystem eine vielschichtige Beeinträchtigung und Störung. Das hat zur Folge, dass die Körperzellen, die das Insulin in der Bauchspeicheldrüse produzieren, absterben. Der menschliche Organismus ist also nicht mehr in der Lage, das lebenswichtige Insulin selbst herzustellen, sodass es ein Leben lang intravenös zugeführt werden muss.

Die Ursachen des Diabetes Typ 1 sind sehr häufig genetischer Natur. Ausgelöst wird dieser Krankheitstyp durch Virusinfektionen wie Masern, Mumps oder Röteln. Deshalb kommt er auch vor allem bei sehr jungen Menschen vor. Beim Typ 2 des Diabetes melitus ist die Insulinwirkung nicht mehr so effektiv, wie es eigentlich sein müsste. Der Blutzucker kann nur noch unzureichend, wenn überhaupt, aus der Blutbahn in die körpereigenen Zellen transportiert werden. Auch hier stellt bei der Entstehung der Krankheit die genetische Vererbung einen bedeutenden Faktor dar.

Ob es trotz Veranlagung dann auch zu einer Zuckererkrankung kommt, hängt noch von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise der persönlichen Ernährungs- und Lebensweise. Von erheblicher Bedeutung ist zudem das Körpergewicht. Ein normales Körpergewicht und ausreichend sportliche Aktivitäten können bereits den Blutzuckerspiegel erheblich senken und somit eine intravenöse Insulinzufuhr überflüssig machen.

Eine speziell auf Diabetiker ausgerichtete Diät ist überflüssig. Das heißt jedoch nicht, dass ein Diabetiker wahllos alles essen sollte und darf. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird eine gesunde und vollwertige Ernährung empfohlen.

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